■ 6. Juli bis 11. August 2018
"Wilhelm Tell" trifft "Brandner Kaspar" 

www.passionstheater.de

Ich hab’ getan, was ich nicht lassen konnte.“ Schillers Freiheitsdrama Wilhelm Tell steht im Zentrum des diesjährigen Sommerfestivals im Passionstheater Oberammergau. Hinter der Produktion steht das Oberammergauer Kreativ-Team Christian Stückl (Regie), Markus Zwink (musikalische Leitung) und Stefan ­Hagenauer (Bühnenbild).

Wilhelm Tell lebt zunächst weltabgewandt mit Frau und Kindern im Herzen der Alpen. Politik und Allgemeinwohl interessieren ihn nicht. Als er eines Tages dem Hut des Landvogts, der auf einer Fahnenstange mitten in Altdorf thront, die befohlene Achtung nicht erweist, ist der persönliche Friede zu Ende. Gessler, der Landvogt, erwischt Tell und zwingt ihn unter Todesandrohungen zum berühmten Apfelschuss. Tell trifft.

Friedrich Schiller löste mit seinem Drama Begeisterung aus, die Gestalt des wackeren Armbrustschützen, Einzelgängers und Naturburschen wurde zur Symbolgestalt für gerechten Widerstand stilisiert. Aber wer ist der Meisterschütze Tell? Ein Freiheitskämpfer, ein Individualist oder doch nur ein Mörder?

Wilhelm Tell ist Schillers letztes vollendetes Drama und bringt eine Utopie auf die Bühne: die Versöhnung der Interessen des Einzelnen und der Gesellschaft. Den historischen Hintergrund bildet der Schweizer Unabhängigkeitskampf gegen Habsburg, aus dessen Umkreis die berühmte Tell-Sage stammt. Wilhelm Tell weigert sich, die Vorherrschaft der Habsburger anzuerkennen, sieht sich aber vor allem als Einzelkämpfer. Erst nach der legendären Apfelschuss-Szene und seiner darauffolgenden Inhaftierung und Flucht setzt sich Tell, über seinen persönlichen Rachefeldzug hinaus, für ein selbstbestimmtes Leben der Schweizer ein. Das Recht auf Widerstand, auf individuelle Freiheit und gemeinschaftliche Solidarität sind die Hauptthemen des Schauspiels und so wurde und wird das Werk zu allen Zeiten konkret politisch gewertet.

Premiere 6. Juli, 20 Uhr.

Weitere Vorstellungen am 7./20./21. Juli und 3./4./10./11. August 2018.

1. Kat. € 49 / 2. Kat. € 39 3. Kat. € 29 / 4. Kat. € 19

Infos und Karten unter www.passionstheater.de.

Auf dem Foto: Pressesprecher Frederik Mayet und Festivalleiter Christian Stückl (v.l.) bei der Pressekonferenz im November 2017

c) Angela Pillatzki

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