■ 5. bis 16. Juni 2018
Erstaufführungen aus Theater, Tanz, Performance und Installation
www.szene-salzburg.net

Wenn die Sommerszene Salzburg internationale Gastspiele und österreichische Erstaufführungen aus Theater, Tanz, Performance und Installation in die Mozartstadt bringt, dann wird Salzburg wieder zum Mittelpunkt der zeitgenössischen performativen Kunst.

Gerne wird die Sommerszene als Gegenpol zu den Salzburger Festspielen dargestellt. Tatsächlich hat sich die Veranstaltung über die Jahrzehnte hinweg zu einem international beachteten Festival entwickelt, das seinesgleichen in Österreich sucht. Eröffnet wird das Festival von der dänischen Choreografin Mette Ingvartsen. Sie zählt zu den bedeutendsten Vertretern ihrer Generation. Ingavartsen untersucht in ihrem aktuellen Arbeitszyklus das Verhältnis von Sexualität, Macht und Körperpolitik. In ihrer klugen wie lustvollen Choreografie to come (extended) ist das Ineinandergreifen von Öffentlichkeit und Privatheit Thema. Der indonesische Star-Choreograf Eko Supriyanto gastiert mit seinem Stück Balabala erstmals in Österreich. Darin interessiert er sich für den gesellschaftlichen Wandel in seiner Heimat und überträgt typisch männliches Kriegstanz-Bewegungsvokabular auf fünf junge Frauen. Ebenfalls nur Frauen stehen bei Magnificat von Marta Górnicka auf der Bühne. Die polnische Regisseurin inszeniert einen 24-köpfigen Chor, der mit großer sprachlicher Wucht dem traditionellen Frauenbild den Kampf ansagt. Im sakralen Raum der Kollegienkirche erwartet die Besucher eine performative Installation aus fünf Tonnen Reis. Sie bilden unsere Welt im Großen wie im Kleinen ab. Die britische Theatergruppe Stan‘s Cafe verwandelt in ihrer gefeierten Produktion Of All The People In All The World Statistiken zu poetischen und humorvollen Erzählungen. Im partizipativen Stadterfahrungsspiel Stranger Home des Salzburger Performancekollektivs gold extra werden Ortskenntnisse auf den Prüfstand gestellt.

Informationen: www.szene-salzburg.net

Foto: Szene aus „to come (extended)“ von Mette Ingvartsen (c) Jens Sethzman

 

 

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