■ 28. Juni bis 3. August 2019
"Pestspiel" und "Brandner Kaspar“ in Oberammergau
www.passionstheater.de

Ein Jahr vor den bevorstehenden Oberammergauer Passionsspielen 2020 inszeniert Spielleiter Christian Stückl „Die Pest“.
Mit „Der Brandner Kaspar und das ewig´ Leben“ ist zudem eine Erfolgsinszenierung des Münchner Volkstheaters in Oberammergau zu sehen.

Das Stück „Die Pest“ erzählt die Geschichte des Tagelöhners Kaspar Schisler, der sich den Sommer 1633 über – mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges bei einem Bauern in Eschenlohe als Knecht verdingte und am Kirchweihfest 1633, von Sehnsucht nach Frau und Kindern getrieben, über den Berg an den Pestwachen vorbei nach Oberammergau kam. In Eschenlohe wütete, wie in vielen Teilen Bayerns, der „Schwarze Tod“, die Pest. Oberammergau wurde durch fleißiges Wachehalten von der Ansteckung bewahrt. Doch Kaspar Schisler brachte an jenem Kirchweihabend die Krankheit ins Dorf und den Tod über 84 Menschen. In großer Not gelobten die Oberammergauer alle zehn Jahre das Passionsspiel aufzuführen, damit Gott der Pest ein Ende bereite. Der Überlieferung nach ist nach dem Gelöbnis niemand mehr in Oberammergau an der Pest gestorben.

Seit 1933 wird im Vorfeld der Passionsspiele das „Pestspiel“ aufgeführt. Anknüpfend an diese Tradition hat am 28. Juni 2019, ein Jahr vor den nächsten Passionsspielen, „Die Pest“ im Passionstheater Premiere. Mit den Darstellern und Musikern der Passionsspiele 2020 erzählt Christian Stückl, der Passionsspielleiter und Intendant des Münchner Volkstheaters, auf der einzigartigen Freilichtbühne des Passionstheaters mit dem Stück die Geschichte der Entstehung der Passionsspiele.

Premiere am 28. Juni, 20 Uhr

Weitere Vorstellungen am 29. Juni und 12., 13., 19. und 20. Juli

sowie 2. und 3. August, jeweils 20 Uhr.

Der „Brandner Kaspar“ im Passionstheater gehört schon zum festen Bestandteil des Theatersommers in Oberammergau. Auch dieses Jahr ist die Erfolgsinszenierung des Münchner Volkstheaters in Oberammergau zu sehen. Der Brandner Kaspar überlistet den Tod. Als der Boandlkramer kommt, um ihn zu holen, macht er ihn mit Kerschgeist betrunken und schwindelt ihm beim Kartenspiel einige weitere Lebensjahre ab. Die Sache wird jedoch im Himmel beim Portner Petrus bekannt. Der duldet keine Abweichungen im göttlichen Schicksalsablauf. Da bleibt dem Boandlkramer nur eine Chance: den Brandner die Freuden der paradiesischen Ewigkeit auf Probe vorkosten zu lassen. Das ewige Drama um Leben und Tod ist hier eine Komödie. Weil es ein Einzelner vermag, die Allmacht des Todes und die himmlischen Schicksalsmächte mit seiner Schlitzohrigkeit und Dickköpfigkeit zu überlisten.

Die Geschichte ist bekannt und eine Erfolgsgeschichte des Münchner Volkstheaters. Rund 300-mal spielte das Ensemble vor ausverkauftem Haus in München. Die Premiere war am 30. März 2005 am Münchner Volkstheater.

Termine: 4./5. Juli 2019 | 19:30 Uhr
Preise: 45 Euro / 38 Euro / 32 Euro / 25 Euro

Chorfantasie: Ein Konzertabend mit den Solisten, Chor und Orchester der Passionsspiele Oberammergau ergänzt am 7. Juli erstmalig das Programm im Passionstheater. Die neu formierten Ensembles für die Passionsspiele 2020 warten in diesem Sommer mit sinfonischer Chor- und Orchestermusik auf. Gekrönt wird dieses Konzert mit der großartigen Fantasie für Klavier, Chor und Orchester in c-moll op. 80, genannt „Chorfantasie“, von Ludwig van Beethoven. Als würdiges Schlussstück für seine große Orchesterakademie am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien schrieb Beethoven dieses Werk unter großem Zeitdruck. Da der Klavierpart von ihm nicht mehr rechtzeitig fertiggestellt werden konnte, musste er diesen bei der Uraufführung improvisieren – für Beethoven, einem der besten Klaviervirtuosen seiner Zeit, vermutlich kein Problem. Eine Besonderheit dieses Konzerts: Neben den neuen Klangkörpern der Passionsspiele stellen sich auch deren drei musikalische Leiter Eva Kammerer, Christian Wolf und Markus Zwink zum ersten Mal vor.

Termin: 7. Juli, 20 Uhr
Preise: 20 Euro / 12 Euro

Informationen unter www.passionstheater.de.

Auf dem Foto: Frederik Mayet

c) Veranstalter

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