■ 17. bis 29. Juni 2019
Erstaufführungen aus Theater, Tanz, Performance und Installation
www.szene-salzburg.net

Die diesjährige Sommerszene Salzburg versteht sich einmal mehr als Impulsgeber eines gesellschaftspolitischen Diskurses. Von 17. bis 29. Juni wird ChoreographInnen, PerformerInnen und TheatermacherInnen und ihren zeitgenössischen Positionen zu aktuellen Themen eine Bühne geboten: 14 Produktionen aus zehn Ländern, davon fünf Uraufführungen und vier Österreich-Premieren, laden zum Austausch ein.

Das Festival wird am 17. Juni von dem gefeierten belgischen Choreographen Jan Martens mit seinem Erfolgsstück Rule of Three eröffnet. Der Abend begeistert durch sein kluges wie stringentes Gesamtkonzept, bei dem Tanz, Live-Musik und Licht gleichwertige Rollen zukommen. Mit Rule of Three erwartet das Publikum ein starkes Statement zu unserer schnelllebigen, digitalisierten Zeit, das permanent zwischen Konzert, Kurzgeschichtensammlung und Facebook-Pinnwand changiert.

Mit ihrem aktuellen Stück Out Of Order gastiert die britische Kompanie Forced Entertainment als österreichische Erstaufführung bei der Sommerszene. Regisseur Tim Etchells versammelt sechs glücklose Clowns um einen Tisch, der zum Schauplatz einer absurden Performance wird. Auf wunderbar komische und gleichzeitig berührende Weise versucht die Gruppe miteinander klarzukommen und irgendwie die Zeit totzuschlagen. Gewalt und Gehabe, Streiche und clowneske Kapriolen weichen nach und nach Zankereien, Erschöpfung, Hunger, Melancholie und Stille.

Bereits zum dritten Mal konzipiert das Salzburger Theaterkollektiv ohnetitel ein Projekt für das Festival. Mit Die Späte der Stunde lädt das Ensemble zu einer vielschichtigen Odyssee in das Innere von Salzburg und bedient sich dabei an den Konstruktionsplänen des Ulysses von James Joyce. Aktuelle Fragestellungen aus Leben, Wissenschaft und Kunst lassen ein Stadtepos entstehen, das seinen eigenen faszinierenden Algorithmus entwickelt: 6 Tage, täglich 4 Orte, 24 Stunden.

 Informationen: www.szene-salzburg.net

Foto: Szene aus Jan Martens Rule of Three, Phile Deprez

 

 

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